
SEO-Check: So prüfst du deine Website in 5 Schritten
SEO-Check zum Selbermachen: Technik, Inhalte, Keywords, Rankings, Backlinks und KI-Sichtbarkeit Schritt für Schritt prüfen, am Beispiel acme.example.
Viele SEO-Checks spucken eine Zahl von 0 bis 100 aus. Die Zahl sagt dir, dass etwas nicht stimmt. Sie sagt dir nicht, was du zuerst angehen solltest und ob sich danach überhaupt etwas ändert.
Dieser SEO-Check ist anders aufgebaut – eher eine kleine SEO-Analyse, die du selbst durchziehst. Du prüfst deine Website in fünf Schritten, und jeder Schritt beantwortet eine konkrete Frage: Kann Google deine Seiten crawlen und indexieren? Sagen die Seiten klar, worum es geht? Bei welchen Suchanfragen tauchst du tatsächlich auf? Wer verlinkt auf dich? Und wirst du erwähnt, wenn jemand ChatGPT statt Google fragt?
Als Beispiel dient die fiktive Demo-Website acme.example – denn auch eine große, gepflegte Website hat Baustellen. Am Ende zeigen wir dir, wie du den kompletten Check mit SEO Sauna machst, in der App oder direkt aus einem KI-Assistenten.
Vor dem Check: Was soll am Ende herauskommen?
„Mach mal einen SEO-Check“ liefert eine lange Liste mit Warnungen. „Finde heraus, warum die Kategorieseiten Traffic verloren haben“ liefert Entscheidungen. Leg vorher fest, wofür du den Check brauchst.
Ein guter SEO-Check endet mit drei Dingen:
- Einer kurzen Liste mit Problemen, die Ergebnisse blockieren – sortiert nach Wirkung, nicht danach, wie dramatisch sie klingen.
- Einer Liste mit Chancen: Keywords, bei denen du knapp unter den Top-Positionen stehst, und Websites, die auf Wettbewerber verlinken, aber nicht auf dich.
- Einem Ausgangswert für Rankings, Anzahl der Probleme und KI-Sichtbarkeit, damit du im nächsten Quartal siehst, ob sich die Arbeit gelohnt hat.
Du brauchst zwei Datenquellen: einen Crawler, der zeigt, was auf deiner Website ist, und die Google Search Console, die zeigt, was Google daraus gemacht hat.
Schritt 1: Technik prüfen
Fang hier an. Wenn Seiten nicht indexiert werden können, ist alles andere egal. Starte ein Website-Audit, das Links folgt wie eine Suchmaschine, und lies zuerst die Zusammenfassung.
Audit von 50 Seiten auf www.acme.example: 115 Probleme, die meisten nur Hinweise. Mehrere H1-Überschriften gibt es auf 36 Seiten.
Die Screenshots zeigen SEO Sauna mit der fiktiven Demo-Website acme.example.
Bei acme.example hat der Crawl von 50 Seiten 115 Probleme gefunden: 38 Warnungen und 77 Hinweise, bei einer durchschnittlichen Antwortzeit von 535 ms. Am häufigsten: übersprungene Überschriftenebenen (39 Seiten), mehrere H1-Überschriften (36 Seiten) und zu kurze Meta-Descriptions (12 Seiten). Dazu kommen einige Seiten mit Canonical auf eine andere URL, einige mit noindex und eine Seite, die der Crawler nicht lesen konnte.
Heißt das, acme.example ist kaputt? Nein. Große Websites mit gemeinsamen Templates erzeugen immer solche Funde, und viele Hinweise sind bewusste Entscheidungen. Das ist die wichtigste Lektion jedes SEO-Checks: Jede Website hat behebbare Probleme. Entscheidend ist nicht die Anzahl, sondern ob sie deine wichtigen Seiten treffen.
Prüfe zuerst:
- Seiten, die indexiert sein sollten, es aber nicht sind: noindex, Canonical auf eine andere URL, Blockade in der robots.txt.
- Fehler und Weiterleitungen: 4xx- und 5xx-Antworten, Weiterleitungsketten, interne Links auf weitergeleitete URLs.
- Nicht lesbare Seiten: Finde heraus, warum, bevor du dem Rest vertraust. Bot-Schutz und Ratenbegrenzungen sind häufige Ursachen.
- Ausreißer bei der Geschwindigkeit: Ein langsames Template bremst jede Seite, die darauf basiert.
Öffne jedes Problem und schau dir an, welche Seiten betroffen sind.
Ohne Meta-Description baut die Suchmaschine das Snippet aus dem Seitentext. Die Lösung: eine Description mit etwa 70 bis 160 Zeichen, die einen Grund zum Klicken gibt.
Fehlende Meta-Descriptions sind oft ein Template-Fehler – auf acme.example betrifft das eine Hilfeseite und eine Bestellseite, bei mehreren H1-Überschriften sind es gleich 36 Seiten. Korrigierst du das Template einmal, sind alle Seiten darauf korrigiert. Deshalb lohnt es sich, Probleme nach Template zu gruppieren, statt URL für URL vorzugehen.
Die ausführliche Technik-Prüfung von robots.txt bis JavaScript-Rendering findest du in der Checkliste für das technische SEO-Audit. Für den SEO-Check reicht es zu wissen, ob es ein blockierendes Problem gibt und wo es sitzt.
Schritt 2: Inhalte und Onpage prüfen
Sobald deine Seiten indexierbar sind, prüfst du, ob jede Seite klar sagt, worum es geht – und ob sie es verdient, zu ranken.
Jede gecrawlte URL mit Status, Title, H1, Wörtern, Bildern und Geschwindigkeit. Mehrere Hilfeseiten auf acme.example antworten mit einer 301-Weiterleitung.
Darauf achtest du:
- Title-Tags: fehlend, doppelt, zu lang oder zu kurz. Jede wichtige Seite braucht einen eigenen Title mit dem Haupt-Keyword weit vorne.
- Meta-Descriptions: Sie beeinflussen nicht das Ranking, aber die Klicks. Fehlt die Description, schreibt Google ein eigenes Snippet.
- Überschriften: eine H1 passend zum Thema, darunter eine logische Struktur aus H2 und H3.
- Dünne Seiten: Ein Ratgeber oder eine Kategorieseite mit 80 Wörtern rankt selten für etwas Umkämpftes.
- Interne Links auf Weiterleitungen: Verlinke direkt auf die Ziel-URL.
Lies danach deine wichtigsten Seiten wie ein Suchender. Beantwortet die Seite die Frage besser als die Seiten, die heute vorne stehen? Das kann dir kein Crawler sagen.
Schritt 3: Keywords und Rankings prüfen
Starte in der Google Search Console. Der Leistungsbericht zeigt die Suchanfragen, für die du schon Impressionen bekommst. Such nach:
- Keywords auf Position 5 bis 20. Die günstigsten Gewinne: Die Seite rankt schon und braucht besseren Inhalt, einen besseren Title oder mehr interne Links.
- Vielen Impressionen bei niedriger Klickrate. Meistens ein Problem mit Title oder Description.
- Wichtigen Seiten fast ohne Impressionen. Entweder nicht indexiert oder auf die falschen Suchbegriffe ausgerichtet.
Danach trackst du die Keywords, die für dein Geschäft zählen – nicht nur die, für die du schon rankst. Ranking-Tracking zeigt genaue Positionen im Zeitverlauf, Wettbewerber und SERP-Features.
Ranking-Tracking für acme.example (USA, mobil): Position, rankende Seite, Volumen, Schwierigkeit, CPC und SERP-Features wie AI Overview und People Also Ask.
Wenn ein Suchergebnis eine AI Overview, Bilder, lokale Ergebnisse und Videos zeigt, liegt Position 3 womöglich weit unten auf dem Bildschirm. Das verändert, wie viel ein Ranking wert ist. Worauf du bei einem Tool achten solltest, steht in die besten Rank Tracker; wie du AI Overviews beobachtest, erklärt der Leitfaden zum AI-Overview-Tracking. Prüfe außerdem, ob die richtige Seite rankt: Wenn ein Blogartikel den Platz einer Produktseite besetzt, machen sich die Seiten gegenseitig Konkurrenz.
Schritt 4: Backlinks prüfen
Links von anderen Websites gehören weiter zu den stärksten Rankingsignalen. Schau dir an:
- Verweisende Domains statt reiner Linkzahlen. Hundert Links von einer Website zählen weniger als zehn Links von zehn passenden Websites.
- Welche Seiten Links bekommen. Haben deine wichtigsten Verkaufsseiten keine Links, sind interne Links von den verlinkten Seiten der schnellste Weg, Stärke weiterzugeben.
- Lücken gegenüber Wettbewerbern. Websites, die auf mehrere Wettbewerber verlinken, aber nicht auf dich, sind die besten Kandidaten für Outreach.
- Kaputte Links auf deine Website. Leite 404-URLs auf die passendste erreichbare Seite weiter.
Wie aus einer Backlink-Lücke eine Liste mit Kontakten wird, zeigt der Leitfaden zum Link Prospecting.
Schritt 5: KI-Sichtbarkeit prüfen
Immer mehr Suchen enden in einer KI-Antwort: in Googles AI Overviews, in ChatGPT, Claude, Gemini oder Perplexity. Ein klassischer SEO-Check schaut dort gar nicht hin.
Schreib 10 bis 30 Fragen auf, die deine Kunden wirklich stellen würden, und prüfe für jede: Wird deine Marke erwähnt, und wird deine Website als Quelle zitiert?
Bei 15 Prompts wurde Acme in 9 Antworten erwähnt (60 %) und in 8 zitiert (53 %). Zu den häufig zitierten Quellen gehören runrepeat.com und dickssportinggoods.com.
Acme wurde in 9 von 15 Antworten erwähnt, Stride und Ironclad in 3, Northpeak in 2 und Pacer in keiner. Spannender sind die Quellen: Test- und Händlerseiten wie runrepeat.com, dickssportinggoods.com und asics.com werden von den Assistenten zitiert. Dort lohnt es sich, präsent zu sein.
Gleiche Frage, unterschiedliche Antworten: ChatGPT empfiehlt ASICS Novablast und Brooks Ghost und zitiert RTINGS und Runner's World, Claude erwähnt Acme.
Bei der Frage nach Laufschuhen für Einsteiger hat ChatGPT Acme gar nicht erwähnt, Claude schon. Wenn selbst eine bekannte Marke in einer Antwort fehlen kann, solltest du bei deiner eigenen nachsehen statt es anzunehmen. Mehr dazu in ChatGPT-Sichtbarkeit tracken.
Vom Check zum Plan
Sortiere deine Funde in drei Gruppen:
- Blockierend: Indexierungsprobleme, kaputte wichtige Seiten, Serverfehler. Sofort beheben.
- Große Hebel: Template-Fehler auf vielen Seiten, Keywords auf Position 5 bis 20, wichtige Seiten ohne interne Links. Als Nächstes.
- Aufräumen: Hinweise auf Seiten mit wenig Wert. Bündeln oder akzeptieren.
Notier dir die Ausgangswerte und wiederhole denselben SEO-Check in drei Monaten. Ein Check, den du regelmäßig machst, bringt mehr als eine große Analyse, die einmal in der Schublade landet.
SEO-Check mit SEO Sauna
SEO Sauna deckt alle fünf Schritte in einem Tool ab:
- Website-Audit crawlt 10 bis 10.000 Seiten, optional mit Lighthouse-Prüfungen und JavaScript-Rendering. Probleme werden nach Schweregrad gruppiert, jeweils mit Erklärung, Lösungshinweis und betroffenen Seiten, und lassen sich exportieren.
- GSC-Insights zeigt deine eigenen Search-Console-Daten. Das Lesen kostet keine Credits.
- Ranking-Tracking prüft deine Keywords wöchentlich oder täglich, nach Gerät und Land, inklusive SERP-Features.
- Domain-Überblick und Backlinks zeigen organische Sichtbarkeit, verweisende Domains und Links für deine Website oder jeden Wettbewerber.
- Prompt Explorer vergleicht Antworten von ChatGPT, Claude, Gemini und Perplexity nebeneinander, und Prompt-Tracking prüft deine Fragen nach Zeitplan und hält Erwähnungen, Zitate und Wettbewerber fest.
Alles funktioniert auch aus einem KI-Assistenten über den MCP-Server:
Starte ein Website-Audit für beispiel.de mit bis zu 200 Seiten, hol meine Search-Console-Keywords auf Position 5 bis 20 und vergleiche unsere verweisenden Domains mit wettbewerber.de. Nenn mir die zehn Maßnahmen mit der größten Wirkung, in Reihenfolge.
Prüf die Empfehlungen des Assistenten, bevor du etwas änderst. Die Einrichtung steht in der Dokumentation, und SEO Sauna 101 stellt alle Funktionen vor.
FAQ
Was ist der Unterschied zwischen SEO-Check, SEO-Analyse und SEO-Audit?
Ein SEO-Audit meint meist den technischen Crawl. Ein SEO-Check oder eine SEO-Analyse ist breiter: Technik plus Inhalte, Keywords, Backlinks und inzwischen auch KI-Sichtbarkeit.
Gibt es einen kostenlosen SEO-Check?
Teilweise. Search Console, Lighthouse und eine sorgfältige manuelle Prüfung decken die Grundlagen ab. Backlinks von Wettbewerbern, neue Keywords und KI-Sichtbarkeit brauchen bezahlte Daten. SEO Sauna startet kostenlos mit 1.000 Test-Credits und ohne Kreditkarte; der bezahlte Tarif kostet 59 € pro Monat zzgl. MwSt. und enthält 17.000 Credits.
Wie viele Probleme sind normal?
Eine normale Zahl gibt es nicht. 50 Seiten auf acme.example ergaben 115 Probleme, die meisten nur Hinweise. Schau auf den Schweregrad und die betroffenen Seiten, nicht auf die Summe.
Willst du deine eigene Website prüfen? Starte kostenlos mit SEO Sauna.
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